Mit allen Sinnen draussen: Warum Kinder unterwegs anders lernen als zuhause
- Pokey

- 12. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Draussen ist alles ein bisschen intensiver: der Wind auf der Haut, das Knirschen von Kies unter den Schuhen, fremde Geräusche in der Ferne. Für Kinder ist jeder Ausflug eine Einladung, ihre Umgebung mit allen Sinnen zu entdecken. Und genau darin liegt eine grosse Chance für ihre Entwicklung.

Zuhause fühlen sich Kinder sicher. Sie kennen die Räume, die Geräusche, die Abläufe. Draussen hingegen wartet eine Welt voller neuer Eindrücke. Schon ein kurzer Spaziergang oder ein Ausflug auf den Spielplatz eröffnet Babys und Kleinkindern unzählige Lernmomente – ganz ohne Anleitung oder Programm.
Während wir Erwachsenen unterwegs oft ein Ziel im Kopf haben, erleben Kinder vor allem den Weg dorthin. Sie hören Vogelstimmen, riechen frisches Gras, spüren unterschiedliche Untergründe unter ihren Füssen und beobachten Menschen, Fahrzeuge oder Tiere. Diese Vielfalt an Reizen spricht alle Sinne an und hilft dem Gehirn, neue Verbindungen zu knüpfen.
Gerade diese Sinneserfahrungen sind entscheidend für die kindliche Entwicklung. Wenn Kinder unterschiedliche Oberflächen anfassen, trainieren sie ihre Feinmotorik. Wenn sie Geräusche unterscheiden oder Bewegungen verfolgen, schulen sie Aufmerksamkeit und Wahrnehmung. Und wenn sie draussen frei erkunden dürfen, stärken sie ihr Selbstvertrauen – weil sie merken: Ich kann die Welt verstehen.
Unterwegs lernen Kinder auch anders als zuhause, weil nichts vorgegeben ist. Ein Stock wird zum Zauberstab, eine Pfütze zum Forschungsobjekt und ein Stein zum Schatz. Solche spontanen Spielideen entstehen aus der Umgebung heraus und fördern Kreativität sowie Problemlösungsfähigkeit.
Für Eltern bedeutet das: Es braucht keine aufwendigen Ausflüge. Oft reichen kleine Momente im Freien. Ein Weg zur Kita, ein Besuch im Park oder ein Abstecher in den Wald bieten bereits unzählige Möglichkeiten zum Entdecken. Wichtig ist vor allem, das Tempo der Kinder mitzugehen und ihnen Raum zu geben, stehen zu bleiben, zu schauen oder Dinge zu berühren.
Auch Pausen gehören dazu. Draussen sein kann aufregend sein, und manchmal brauchen Kinder zwischendurch Ruhe – einen Schluck Wasser, einen Snack oder einfach einen Moment auf dem Arm. Diese Wechsel zwischen Aktivität und Entspannung helfen, Eindrücke zu verarbeiten.
Mit allen Sinnen draussen zu sein bedeutet nicht nur Bewegung, sondern echtes Erleben. Für Kinder ist jeder Ausflug eine kleine Lernreise – voller Geräusche, Gerüche, Farben und Gefühle. Und für uns Erwachsene ist es eine schöne Erinnerung daran, wie viel es im Alltag zu entdecken gibt, wenn wir uns Zeit dafür nehmen.

Über den Autor:
Pokey das Schweinchen ist ein neugieriger Entdecker mit einer grossen Portion Spass am Entdecken. Er liebt es, draussen unterwegs zu sein – im Wald, auf der Wiese oder einfach beim Spaziergang durch den Park. Für Pokey gibt es immer etwas Neues zu fühlen, zu hören oder zu beobachten.
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