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Die bunten Welten der Babyrituale: Eine Reise durch Kulturen und Bräuche

Die Ankunft eines Babys ist ein freudiges Ereignis, das in verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt gefeiert wird. Von traditionellen Zeremonien bis hin zu einzigartigen Bräuchen – die Vielfalt der Babyrituale ist faszinierend und zeigt, wie unterschiedlich Kulturen die Geburt eines neuen Lebens ehren. Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch die verschiedensten Ecken der Welt, um einige der erstaunlichsten Babyrituale zu entdecken.



1. Indien: Namkaran

In Indien ist Namkaran ein bedeutendes Babyritual, bei dem dem Neugeborenen ein Name gegeben wird. Dieses Ritual findet in der Regel im Laufe der ersten zwei Wochen nach der Geburt statt. Familie und Freunde versammeln sich, um den Namen des Babys auszuwählen. Der Name wird oft von einem Brahmanen, einem hinduistischen Priester, nach astrologischen Gesichtspunkten ausgesucht.


2. Japan: Shichi-Go-San

In Japan wird das Shichi-Go-San-Fest gefeiert, um das Wachstum und die Gesundheit von Kindern zu würdigen. Dieses Ritual findet im November statt und ehrt Kinder im Alter von 3, 5 und 7 Jahren. Die Familien kleiden die Kinder in traditionelle Kimonos und besuchen Schreine, um für ihre Zukunft zu beten.


3. Maori-Kultur: Hongi

In der Maori-Kultur in Neuseeland gibt es das Hongi-Ritual. Wenn ein Baby geboren wird, wird es in der Gemeinschaft begrüsst, indem die Stirnen der Neugeborenen und der Erwachsenen sanft berührt werden. Dies symbolisiert die Verbindung zwischen den Generationen und die Einheit der Gemeinschaft.


4. Südkorea: Doljanchi

Südkorea feiert den ersten Geburtstag eines Babys mit dem Doljanchi-Ritual. Während dieser Feier wird dem Kind eine Vielzahl von Gegenständen präsentiert, wie Reis, Stifte und Geld. Die Auswahl des Kindes wird als Vorhersage für seine Zukunft betrachtet. Das Ritual zeigt die Hoffnungen und Wünsche der Familie für das Kind.


5. Mexiko: La Cuarentena

In Mexiko dauert die Cuarentena (zu Deutsch: "Vierzig Tage") nach der Geburt an. Während dieser Zeit bleibt die Mutter 40 Tage lang zu Hause, um sich auszuruhen und sich um das Neugeborene zu kümmern. Es ist eine Zeit der Erholung und des Familienzusammenhalts.


6. Papua-Neuguinea: Tumbuan

In einigen Teilen Papua-Neuguineas praktizieren die Einheimischen das Tumbuan-Ritual. Ein Tumbuan ist eine Art Schutzgeist, der das Baby vor bösen Geistern bewahren soll. Die Männer der Gemeinschaft kleiden sich in Masken und Kostüme und tanzen, um die bösen Geister zu vertreiben.


Diese Beispiele sind nur ein kleiner Einblick in die faszinierende Welt der Babyrituale. Sie zeigen, wie die Geburt eines Kindes in verschiedenen Kulturen zelebriert wird und wie tief verwurzelt diese Bräuche in den jeweiligen Gesellschaften sind. Egal ob Namensgebung, traditionelle Kleidung oder schützende Rituale – sie alle symbolisieren Liebe, Hoffnung und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.


Über den Autor:

Lola die Giraffe interessiert sich sehr für andere Länder und Kulturen. Wenn sie gerade nicht mit ihren Freunden den kleinen Karoos unterwegs ist, dann liest sie viele Bücher aus der ganzen Welt und sammelt faszinierende oder lustige Geschichten.

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